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Ein älteres Paar strahlt Aktivität und Lebensfreude im Alter aus

Kommunen gestalten das Alter

Eine hilfebedürftige Frau in einem Blumenbeet riecht an einer Blume
Fritz Friesl: Erinnert sie sich noch?

Unter dem Titel "Wie wollen wir morgen leben und was können wir dafür tun? - Sorge und Mitverantwortung in der Kommune" veranstaltete die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) kürzlich in Bonn ihre Jahrestagung. Ganz aktuell wurden Ergebnisse aus dem Siebten Altenbericht vorgestellt und nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen der Kommunen in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Wohnen und Mobilität aufgezeigt.

Als Dachorganisation für über 100 Verbände im Bereich der Altenhilfe ging die BAGSO gemeinsam mit Vertretungen ausgewählter Kommunen und Einrichtungen der Altenhilfe, Kulturarbeit und Enga-gementförderung der Frage nach: Welchen Beitrag können kommunale Politik und örtliche Gemeinschaften sowie Verbände, Vereine und Initiativen leisten, um Bürgerinnen und Bürgern eine möglichst lange selbständige Lebensführung und Teilhabe im Alter zu ermöglichen? Zudem sollte eine breite öffentliche Diskussion zum Thema angestoßen werden.

Wie sich soziale und demografische Veränderungen auf „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune“ auswirken, wird besonders in der Pflege deutlich. Die Zahlen und Fakten sprechen für sich. Der Anteil der über 80-Jährigen wird von derzeit 4 Prozent auf rund 12 Prozent im Jahr 2050 steigen und mit zunehmendem Alter wächst das Risiko, hilfe- und pflegebedürftig zu werden. Bislang wird die Mehrheit der Pflegebedürftigen von Angehörigen versorgt. Die Zunahme von Einzelpersonen und kinderlosen Haushalten, eine erhöhte berufliche Mobilität und wachsende Entfernungen zwischen Wohnorten von Kindern und Eltern sowie die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen lassen vermuten: Familienangehörige werden diese Sorgeaufgabe nicht mehr in diesem Maße leisten können. Und in der professionellen Pflege müssen neben technischen Assistenzsystemen und IT-gestützen Maßnahmen weitere Lösungen gefunden werden, um den Fachkräftemangel aufzufangen.

Es wächst aber auch das Bewusstsein: Wichtig ist, dass Kommunen, die Vielfalt der Leistungserbringer wie professionelle Pflege, Familien, Nachbarschaften, Verbände, Vereine und Initiativen koordinieren und steuern. Durch die soziale Gestaltung von Wohnquartieren und den Ausbau der Nachbarschaftshilfe verbessert sich die Lebensqualität der älter werdenden Menschen. Und wo Menschen bereit sind, Selbstverantwortung und Mitverantwortung zu übernehmen, sollten sie von den Kommunen und Verbänden der Altenhilfe unterstützt werden. Wie diese Unterstützung aussehen kann, zeigte eindrucksvoll die GERAS-Preisverleihung der BAGSO mit der das vielfältige Engagement für Menschen in Alten- und Pflegeheimen gewürdigt wird.

Am Ende der Veranstaltung stand für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest: Die Kommunen stehen vor spezifischen Herausforderungen und eine Einheitslösung gibt es nicht. Lebensqualität im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit hängt ganz entscheidend auch davon ab, ob Bürgerinnen und Bürger ihre Lebensentwürfe mitgestalten.

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Externe Links:

Siebter Altenbericht https://www.siebter-altenbericht.de/

Die Qualität des Lebens im Alter entscheidet sich vor Ort https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/-die-qualitaet-des-lebens-im-alter-entscheidet-sich-vor-ort--/112214

Broschüre Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Erkenntnisse und Empfehlungen des Siebten Altenberichts https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/sorge-und-mitverantwortung-in-der-kommune/112210

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