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Ein älteres Paar strahlt Aktivität und Lebensfreude im Alter aus

Fachkonferenz zum Siebten Altenbericht in Berlin – Kommunen gestalten den demografischen Wandel

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek zum 7. Altenbericht
© André Wagenzik

Die Altenberichterstattung hat in den letzten Jahren viel bewegt. Auch der Siebte Altenbericht "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" hat sich mit wichtigen Fragen unserer Zeit beschäftigt und stellt erstmals die Kommunen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn was passiert in den Städten, Gemeinden, Stadtteilen und Kreisen in denen mehr Ältere und weniger Jüngere leben?

Auf der Konferenz "Kommunen in der alternden Gesellschaft - Empfehlungen des Siebten Altenberichts der Bundesregierung" des Bundesseniorenministeriums wurden wesentliche Aspekte aufgegriffen, die sich auf die Lebensqualität älterer Menschen auswirken und von lokalen Unterstützungs- und Sorgestrukturen der Kommunen abhängen. Im Fokus stand dabei, wie die Empfehlungen der Altenberichtskommission zu Wohnen, Gesundheit, Pflege, Mobilität und Teilhabe in der Praxis umgesetzt werden können.

Insbesondere die Kommunen stehen aufgrund der demografischen Entwicklung vor vielfältigen Herausforderungen. Kleine Gemeinden stehen ebenso wie größere Städte vor der Aufgabe, Strukturen zu entwickeln, um älteren Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Leben im Alter zu ermöglichen. Hierbei kommen Verbesserungen für Ältere letztendlich Bürgerinnen und Bürgern in jedem Alter zugute und tragen gleichzeitig zu mehr Familienfreundlichkeit in der Kommune bei. Die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe, die Potenziale und Ressourcen, aber auch die Hilfe- und Unterstützungsbedarfe älterer Menschen gilt es zu berücksichtigen. 

Aufgrund sozialräumlicher Ungleichheiten sowie vielfältiger Lebensentwürfe und Lebenslagen sollte kommunale Daseinsvorsorge den Menschen ermöglichen, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen sowie in Selbst- und Mitverantwortung am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Um dies zu erreichen, müssen Kommunen viele Handlungsfelder in den Blick nehmen: Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, Wohnen zu Hause, präventive Angebote, gesellschaftliche Teilhabe, Bürgerschaftliches Engagement für und von ältere(n) Menschen, Betreuung und Pflege, Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Hospiz- und Palliativversorgung. Alle Akteure in den unterschiedlichen Handlungsfeldern sollten idealerweise gemeinsam daran arbeiten, Prozesse und Angebote an die Veränderungen des demografischen Wandels anzupassen. Kommunen können hierbei die wichtige Koordinierungsrolle übernehmen.

Während der Veranstaltung wurde deutlich: Wegen der regionalen und sozialen Ungleichheiten in den Kommunen gibt es keine allgemein gültigen Lösungen. Starke und handlungsfähige Kommunen sind unverzichtbar und die lokalen Infrastrukturen müssen weiter gestärkt werden. Die Sachverständigenkommission empfiehlt deshalb, den Kommunen mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu geben damit die unterschiedlichen Bereiche - insbesondere Gesundheit, Pflege, Wohnen und Engagement - vor Ort noch besser vernetzt werden. Wenn aber Kommunen selbst eine wohnortnahe Versorgung älterer Menschen planen und gestalten sollen, brauchen sie angemessene Rahmenbedingungen. Die Veranstaltung in Berlin hat die Diskussion darüber eröffnet, wie diese Rahmenbedingen geschaffen und sichergestellt werden können. Eine Reihe von lokalen Fachforen – verteilt über ganz Deutschland – sollen folgen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die Kommunen schon jetzt mit unterschiedlichen Maßnahmen wie z. B. der „Demografiewerkstatt Kommune“, dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus, Anlaufstellen im Quartier, Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz sowie den Lokalen Bündnisse für Familie bei der Gestaltung des Demografischen Wandels.

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Externe Links

Der Siebte Altenbericht steht unter www.siebter-altenbericht.de zur Verfügung.

Auf der Publikationenseite des Bundesfamilienministeriums finden Sie eine zusammenfassende Broschüre zum Siebten Altenbericht.

Fachkonferenz zum Siebten Altenbericht – Starke Kommunen für ein gutes Leben im Alter unverzichtbar

Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig

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