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Ein älteres Paar strahlt Aktivität und Lebensfreude im Alter aus

Altern Frauen anders?

Eine ältere Frau schminkt sich
Bildnachweis: Cornelia Gräf Trautmann – „Schönheit des Alters“

Die Journalistin Bascha Mika glaubt, dass unsere Gesellschaft das Älterwerden von Männern und Frauen unterschiedlich bewertet. Frauen würden insbesondere in der Arbeitswelt stärker nach ihrem Äußeren beurteilt als Männer und deshalb Benachteiligungen erfahren. Ist es wirklich so, dass Männer und Frauen mit zweierlei Maß gemessen und jugendliche Schönheitsnormen einseitig auf Frauen projiziert werden? Dass Altersbilder sich auch wandeln können, zeigt  z. B. Christa Höhs. Sie gründete die Agentur „SEN!OR-MODELS“, die sich in einer von jungen Menschen geprägten Mode- und Werbewelt auf ältere Models spezialisiert hat und die Potenziale und die Schönheit des Alters – gerade bei Frauen – sichtbar macht. Inzwischen folgen auch andere Agenturen ihrem Beispiel und haben Senior Models in ihr Programm aufgenommen.

In der Öffentlichkeit wird vielfach fehlende Gleichstellung bei der häuslichen Pflege von Angehörigen oder im Hinblick auf die Einkommenssituation diskutiert. Erkenntnisse zu geschlechterspezifischen Unterschieden liefert uns der „Deutsche Alterssurvey“ (DEAS), eine vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) durchgeführte umfassende Langzeitstudie über Menschen ab 40 Jahren im Erhebungszeitraum zwischen 1996 und 2014. Die DEAS-Daten, der Gesamtbericht „Altern im Wandel: Zwei Jahrzehnte Deutscher Alterssurvey (DEAS)“ und die Broschüre „Deutscher Alterssurvey 2014 – Vielfalt und Wandel des Alters (Zentrale Befunde)“ geben uns Einblicke u. a. in die Bereiche Erwerbsbeteiligung, Unterstützungsleistungen und finanzielle Situation. Es gibt zwar Annäherungen zwischen den Geschlechtern, Unterschiede sind aber auch im Jahr 2014 noch immer präsent:

  • Der Abstand zwischen erwerbstätigen Männern und Frauen hat sich im Erhebungszeitraum deutlich verringert; allerdings sind Männer weiterhin häufiger erwerbstätig als Frauen. 1)
  • Frauen vereinbaren weiterhin häufiger als Männer Erwerbsarbeit und Unterstützungsleistungen für Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind. 2)
  • Frauen sind weiterhin eher von Altersarmut betroffen als Männer. 3)

Auch die vom Statistischen Bundesamt herausgegebene und vor kurzem veröffentlichte Broschüre "Ältere Menschen in Deutschland und der EU" sowie Daten und Fakten der Generation 65 + in Deutschland liefern Erkenntnisse über die Lebenswelten der Älteren und bestehende Geschlechterunterschiede:

  • Frauen haben eine höhere Lebenserwartung als Männer.
  • Frauen ab 65 Jahren leben mehr als doppelt so häufig allein wie gleichaltrige Männer. 4)

Wie wird die Lebenssituation der jungen Frauen von heute im Alter sein? Für sie haben sich die Rahmenbedingungen geändert. Sie haben Zugang zu allen Berufen, setzen sich mit Lohngerechtigkeit sowie gleichberechtigter Teilhabe an Führungspositionen auseinander und entscheiden, wie sie sich die Sorgearbeit in der Familie fair teilen.

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1) Tabellenanhang Altern im Wandel, Tabelle A 3-1: Aktueller Erwerbsstatus der 40- bis 65-Jährigen
2) Tabellenanhang Altern im Wandel, Tabelle A 12-1: Anteile von Personen, die gesundheitlich eingeschränkte Personen unterstützen
3) Tabellenanhang Altern im Wandel, Tabelle A 6-3: Objektive Armutsquoten
4) Broschüre „DIE GENERATION 65+ IN DEUTSCHLAND“ des Statistischen Bundesamtes vom 29. Juli 2015, S. 7

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Weitere Themen:
Gleichstellungspolitik - Politik für Frauen und Männer

Berichte zur Lage der älteren Generation (Altenberichte)

Nowossadeck, S. & Simonson, J. (2016). Lebensverhältnisse von Frauen und Männern in der zweiten Lebenshälfte. Unterschiede und Gemeinsamkeiten (DZA-Factsheet). Aktualisierte Fassung, erschienen im August 2016. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen - PDF, 134 KB.

 

 

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