Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ein älteres Paar strahlt Aktivität und Lebensfreude im Alter aus

100 Jahre sind doch kein Alter!?

Portrait eine Frau im sehr hohen Alter, die auffallend junge Augen hat
„Junge Augen“ aus dem Fotowettbewerb „Was heißt schon alt?“
© Christian Träger

Noch ist der 100. Geburtstag ein viel bewundertes Jubiläum. Wird das in Zukunft auch noch so sein? Schließlich wird für die Altersgruppe der Hundertjährigen das stärkste Wachstum prognostiziert. So hätten laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes bis zu 16 % der 2017 geborenen Jungen und bis zu 22 % der heute geborenen Mädchen eine Chance, 100 Jahre alt zu werden. Wie sieht der Alltag in diesem Alter aus? Ist ein so hohes Alter mit Siechtum und Demenz verbunden?

Unter dem Titel „Langlebige – Gesundheit und Teilhabe einer Bevölkerungsgruppe mit Zukunft“ wurden wichtige Aspekte zur Lebens- und Versorgungssituation sowie zur Lebensqualität Hundertjähriger im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend thematisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Berlin haben in einer Reihe von Studien die Lebensperspektiven Hundertjähriger untersucht, und zwar aus Sicht der Betroffenen selbst, ihrer Angehörigen und der Versorgenden. Zentrale Ergebnisse dieser Studie, aber auch Erkenntnisse aus anderen Studien wurden vorgestellt.

Wie ist das Leben mit 100 Jahren? Was ermöglicht Lebensqualität bzw. was schränkt sie ein? In Interviews mit Berliner Hundertjährigen wurde diesen und anderen Fragen nachgegangen. Die in der „Berliner Arbeitsgruppe 100+“ angesiedelten verschiedenen Studien zu Langlebigkeit und Versorgung von Hundertjährigen sollen u. a. dazu beitragen, mehr über deren Gesundheits- und Lebenssituation sowie deren Einstellungen und Wünsche zur Versorgung am Lebensende zu erfahren.

Die Interviews mit Hundertjährigen spiegeln Zuversicht, die Lebenserfahrung eines ganzen Jahrhunderts sowie die langjährige Erfahrungen im Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen wider; die Interviews mit den Angehörigen geben einen Einblick in generationenübergreifende Beziehungen und die Versorgungssituation Hundertjähriger. Krankenkassendaten lieferten zudem Informationen zu Diagnosen und zur Gesundheitsversorgung sehr alter Menschen, die zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen leben. Auch Forscher am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg haben mit der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie (HD100-II) ein differenziertes Bild Hundertjähriger und ihrer Lebenssituation dargestellt.

Eine biographische Fotoausstellung mit Berliner Hundertjährigen gab Einblicke, wie Betroffene selbst auf ihr langes Leben schauen. Sie haben zwei Weltkriege, Flucht und Verluste erlebt. Trotz schwieriger Umstände und gesundheitlicher Einschränkungen sind offensichtlich viele mit ihrem Leben zufrieden.

Bedenkt man, dass die Kinder der Hundertjährigen bereits selbst Senioren und Seniorinnen sind, zeigen die vorgestellten Studien und Analysen von Krankenkassendaten Wege auf, wie Langlebige unterstützt werden können. Vor allem eine gute Datenlage und Erkenntnisse über die Lebenssituation und Gesundheitsfolgen tragen zu einer bedürfnisorientierten Versorgung und mehr Lebensqualität bis ins höchste Alter bei.

-------------------

Externe und interne Links

100 Jahre Leben: Worauf es wirklich ankommt
100 Jahre Leben
Das hohe Alter in der Fotografie: Interview mit Karsten Thormaehlen
Ü100
100-Jährige (in Berlin)

Soziale Netzwerke

Werden Sie Fan und folgen Sie dem Programm Altersbilder!
Netiquette

Facebbok-Icon
Twitter-Icon