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Ein älteres Paar strahlt Aktivität und Lebensfreude im Alter aus

Goldener Internetpreis 2019

Ein Ann und eine Frau stehen an einem Rednerpult und halten eine Ansprache
Foto: Claudius Baritz

Ein riesiger Schritt in die richtige Richtung geht mit der Digitalisierung im Alter einher. Am Montag wurde der "Goldene Internetpreis 2019" in Dortmund verliehen. Ein Vergleich der Initiativen und Projekte, die sich im Laufe der sechsjährigen Historie des goldenen Internetpreises beworben haben, zeigt eine große Entwicklung – sowohl in der Anzahl, als auch in der Qualität der Projekte. Es zeigt, dass es sich lohnt, ältere Menschen an digitale Technologien heranzuführen und zu ermutigen, sich im Internet sicher und souverän zu bewegen.

Aus fast 100 Initiativen, Organisationen und Kommunen, die sich beworben haben, ermittelte eine Jury aus ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen IT und Seniorenarbeit die Preisträgerinnen und Preisträger in drei Kategorien:

Ein Mann am Rednerpult hält eine Ansprache.
Foto: Claudius Baritz

1. Ältere zeigen Älteren digitale Helfer für mehr Lebensqualität

Preisträger in dieser Kategorie ist das Mehrgenerationenhaus Memmingen in Bayern, das sich mit seinem Tablet-Projekt an pflegebedürftige Menschen mit Demenz richtet. Die Betreuung von Men-schen mit Demenz kann sowohl für betreuende Angehörige als auch für das Pflegepersonal belastend sein. Digitale Medien können hier sinnvoll und unterstützend eingesetzt werden.

Ehrenamtliche schulen Mitmenschen im Umgang mit der Technik und eröffnen so neue Wege in der Pflege. Sowohl in der Einzelpflege zuhause als auch in Tagesgruppen. Über den Einsatz von Tablets erreichen sie, dass Menschen mit Demenz weiterhin neugierig und kreativ bleiben. Sie helfen dabei, das Erinnerungsvermögen zu trainieren, Betreuerinnen und Betreuer, Pflegepersonal und Angehörige zu entlasten und den Alltag erkrankter Menschen zu bereichern.


2. Generationen gemeinsam digital aktiv

Preisträger in der Kategorie „Generationen gemeinsam digital aktiv“ ist das Schülerunternehmen „Loburger Digi-Kids“ aus Loburg in Sachsen-Anhalt. Normalerweise profitieren die Jüngeren von den Erfahrungen der Älteren. Dass das insbesondere bei den digitalen Medien auch in hervorragender Weise anders herum gelingen kann zeigen die „Digi-Kids“. Hier werden Kinder zu Lehrerinnen und Lehrern.

Seit fünf Jahren vermitteln Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Grundschule Loburg interessierten älteren Menschen den Umgang mit Textverarbeitungs- und Bildbearbeitungsprogrammen. Durch die regelmäßig stattfindenden 45-minütigen Einheiten, in denen sie den Älteren den Umgang mit dem Gerät erklären und gemeinsame Aufgaben lösen, lernen die Grundschülerinnen und –schüler Verantwortung zu übernehmen. Jedes Kind ist Pate für einen Kursteilnehmer. Es lernt dadurch, sich für andere zu engagieren und gewinnt eigenes Selbstvertrauen.

3. Kommunen und Quartiere für Ältere
   
Die Landeshauptstadt Stuttgart erhält den Goldenen Internetpreis in der Kategorie „Kommunen und Quartiere für Ältere“ für ihre vorbildlichen digitalen Angebote. Sie fördert mit dem Projekt KommmiT die soziale und digitale Teilhabe älterer Menschen in der Gesellschaft durch den Einsatz moderner Technologie und unterstützt sie dabei, möglichst lange autonom in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu können. Kern des Projekts ist eine individualisierbare App für Tablets, die gebündelte Informationen und Angebote zu Freizeitgestaltung und Dienstleistungen bereithält, aber auch die Kommunikation  und Vernetzung untereinander ermöglicht. Mittlerweile begleiten mehr als einhundert Ehrenamtliche die Nutzerinnen und Nutzer und schulen die Verwendung der App.


Sonderpreis

Einen Sonderpreis erhält die Ludwigshafener Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest in Rhein-land-Pfalz für ihr Projekt „Helga hilft“. Gerade wenn ältere Menschen sich zum ersten Mal mit digitalen Angeboten auseinandersetzen, denken sie oft, dass es zu kompliziert und zu unübersichtlich ist. Oft verlieren sie daher den Mut, sich weiter auszuprobieren. Bei „Helga hilft“ werden in kurzen Videos auf erfrischende Weise Internetthemen beleuchtet und mit vielen Praxisbeispielen aus dem Alltag lebensnah erklärt. Die Digital-Botschafterin Helga Hadke weiß, wie der Schritt in die digitale Welt gelingt. Sie hat sich ihr Wissen selbst angeeignet und kann sich daher sehr gut in ihre Zuschauerinnen und Zuschauer hineinversetzen.

Der Goldene Internetpreis wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz (DsiN) ausgelobt. Kooperationspartner sind Wege aus der Einsamkeit (WadE), Deutsche Telekom, Google Deutschland und SAP Deutschland. Schirmherr ist in diesem Jahr der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer.

Eine Menschenmenge umringt die Preisträgerinnne und Preisträger. Alle schauen in die Kamera.
Foto: Claudius Baritz / BAFzA

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